Im Text „Des espaces autres von 1967 beschreibt Michel Foucault das Schiff als:

  • „das größte Reservoir der Imagination“
  • „ein schwimmendes Stück Raum, ein Ort ohne Ort“
  • „ein Ort, der sich selbst genügt, der sich in sich selbst verschließt und zugleich der unendlich offenen See ausgesetzt ist“

Und dann folgt der zentrale Gedanke:
„Das Schiff ist die Heterotopie par excellence. In den Zivilisationen ohne Schiffe vertrocknet die Träumerei, die Spionage ersetzt das Abenteuer, und die Polizei die Piraten.“

Dennis Scheck hat diese Aussagen von Foucault zusammengefasst zu:
„Eine Gesellschaft ohne Schiffe ist eine Gesellschaft ohne Träume“  

Ohne Schiffe – also ohne Orte, die Bewegung, Risiko und Offenheit verkörpern – verliert eine Gesellschaft ihre Fähigkeit zu träumen, zu wagen, sich zu öffnen. Das Schiff ist für Foucault der Inbegriff von Freiheit, Bewegung, Abenteuer, Risiko und Imagination.